Artenvielfalt und Ernährung sichern

Bürokratie-Abbau

Dem Agrarbürokratismus den Kampf ansagen!

Die Agrarbürokratie in der EU und in den Mitgliedstaaten ist ein selbst erschaffenes Monster. Landwirte und Agrarfunktionäre aller Art rufen so laut und regelmäßig nach »Bürokratieabbau«, dass der durchschnittliche Medienkonsument die EU längst als den bösen Bürokratiebuben verinnerlicht hat. Doch die Pointe ist, dass der Agrarsektor selbst dieses Ungeheuer schuf und seither mästet.

Bürokratie liebt ihre Routinen – und verhindert den überfälligen Wandel
Wie alle Bürokratien bezieht auch die seit Jahrzehnten gewachsene Agrarbürokratie ihre Legitimität daraus, komplexe Marktinterventionen wie etwa Subventionen oder Quotenregelungen administrativ zu beherrschen. Deshalb hat sie grundsätzlich kein Interesse an schlankeren Prozessen und einfachen Instrumenten. Deshalb verteidigt die Agrarbürokratie ihre Kompetenzbereiche wie etwa die Pestizidberatung anstatt Anbausysteme zu fördern, die Artenvielfalt sichern und weniger anfällig für Schädlinge und Schadereignisse sind. Veränderungen kann diese Agrarbürokratie nur so lange gutheißen, wie sie neue administrative Ressourcen notwendig machen.

nature solidarity legt den Finger in die Wunde: Wir weisen nach, wie auf europäischer und nationaler Ebene das Eigeninteresse verschiedenster Institutionen dafür sorgt, dass nicht neue verwaltungsarme und umweltfreundliche Marktmechanismen den Agrarsektor steuern, sondern weiterhin bürokratische Routinen das Geschehen bestimmen und den zerstörerischen Status Quo erhalten.

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