Artenvielfalt und Ernährung sichern

Make Polluters pay! Verursacherprinzip für Ewigkeits-Chemikalien

Unsere Artikelserie zeigt die Folgen des Pestzideinsatzes in der Landwirtschaft am Beispiel Frankreichs

Stellen Sie sich vor, Sie würden jeden Tag einen Plastikflaschenverschluss wegwerfen … und ihn niemals wieder aufheben. Zunächst scheint das keine große Sache zu sein. Aber mit der Zeit sammeln sich die kleinen Plastikteile an – immer mehr, Tag für Tag. Irgendwann zerbröseln sie und sind schließlich als Mikroplastik unsichtbar. Doch damit sie sind nicht einfach weg: Sie verteilen sich in Böden und Grundwasser. Genauso verhalten sich Abbauprodukte von Pestiziden in der Umwelt. Einige von ihnen verschwinden nicht. Sie reichern sich immer weiter an. Trifluoressigsäure (TFA) ist ein solches langlebiges Abbauprodukt aus fluorierten Pflanzenschutzmitteln, den so genannten PFAS-Pestiziden. Gelangt TFA nach der Anwendung in den Boden, erreicht es mit dem Sickerwasser das Grundwasser oder Flüsse und Seen. Die dauerhafte und stetig zunehmende Anreicherung dieser »Ewigkeits-Chemikalie« sorgt für Belastungen von Mensch, Tier und Umwelt. Dies ist längst wissenschaftlich belegt. Gleichzeitig fehlen bislang transparente Analysen, die den Zusammenhang zwischen dem Einsatz einzelner Pestizide und späterer Belastungen von Mensch, Tier und Umwelt nachvollziehbar machen. Die Kosten für die Entfernung von TFA aus Trinkwasser und Umwelt werden bislang auf die Allgemeinheit abgewälzt. In einer fünfteiligen Artikelserie zeigt nature solidarity diese Zusammenhänge am Beispiel Frankreichs auf. Denn im Gegensatz zu Deutschland bietet Frankreich eine außergewöhnlich gute Datengrundlage: Landesweit werden dort räumlich hoch aufgelöste, produktspezifische Verkaufsdaten für anwendungsfertige Pestizid-Produkte auf Ebene der Postleitzahl-Gebiete erhoben. Dadurch lässt sich untersuchen, wo und durch wen potenzielle TFA-Emissionen entstehen. Hiermit möchten wir zur Debatte über das Verursacherprinzip beitragen. Wir fordern: Wer an PFAS-Pestiziden verdient, muss auch die Folgekosten tragen! Die Kosten für die Entfernung von TFA aus Trinkwasser und Umwelt müssen nach dem Verursacherprinzip von den Herstellern und Inverkehrbringern der problematischen Produkte getragen werden.

Beiträge zum Thema »Verursacherprinzip für Ewigkeits-Chemikalien«

Potemkinsche Pestizid-Reduktions-Fassaden

nature solidarity Newsletter Nr. 3
Seit der Jahrtausendwende stieg die Giftlast für Fische um 300 Prozent, für Bodenlebewesen um 200 Prozent und für Pflanzen um 120 Prozent.
nature solidarity hat einen Vorschlag für eine effektive Reduktion schädlicher Pestizide. Bislang verweigert die Agrarlobby eine EU-weite Debatte darüber

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Teil 5: Von der Chemie zur Realität

Es ist gar keine Frage, ob Maßnahmen gegen Herstellung, Vertrieb und Einsatz von Pestiziden mit TFA-Entstehungspotenzial notwendig sind!

Zu diesem Fazit gelangt die Serie von nature solidarity. Ewigkeits-Chemikalien müssen aus dem Verkehr gezogen werden, Hersteller und Anwender für die Schäden aufkommen

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Teil 4: Von Emissionen zur Verantwortung

Dauerhafte und langfristige Umweltbelastungen durch Agrochemie lassen sich anhand von Zahlen nachweisen.

Die Analyse von nature solidarity zeigt Berechnungen, in welchen Größenordnungen einzelne Hersteller für Emissionen verantwortlich sind

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Teil 3: Von Molekülen zu Emissionen

nature solidarity zeigt in diesem Beitrag, wie man das Potenzial zur TFA-Bildung von CF₃-haltigen Pestizidprodukten abschätzen kann. Denn ähnlich wie bei einem Schokokeks sagt das Gewicht allein nicht aus, wie viel Schokolade im Keks enthalten ist.
Spoiler: Für die Jahre 2008–2024 errgibt sich aus den in Frankreich verkauften Mengen eine Summe von etwa 29,6 Millionen Kilogramm dieser Pestizide

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Teil 2: Chemie ist es also …

Wenn wir TFA verstehen wollen, müssen wir uns mit Chemie befassen: Die Summenformel einer Substanz verrät, woraus diese besteht und was passieren könnte, wenn sie in die Umwelt gelangt …

nature solidarity klärt in einer fünfteiligen Artikelserie über Zusammenhänge von Ewigkeits-Chemikalien und Agrar-Politik auf

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Die Profiteure der Ewigkeits-Pestizide zur Kasse bitten!

Pressemitteilung vom 14.08.2026
Viele chemische Pflanzenschutzmittel sind oder werden zu »Ewigkeits-Chemikalien«, die sich in Böden, Gewässern und im Trinkwasser anreichern. Ein Milliardengeschäft für Pestizidkonzerne, die nichts für die Beseitigung zahlen. nature solidarity wertete die detaillierten und transparenten Daten aus Frankreich aus

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